Notwendfeuer

by Darkwood

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1.
Auf kahlem Felsen unter Sternen Saß im rauhen Winterhauch Eine Drossel, und ich fragte: "Warum wanderst Du nicht auch? Warum bleibst Du, wenn die Stürme Brausen über Flur und Feld, Da dir winkt im fernen Süden Eine sonnenschöne Welt?" Antwort gab sie leisen Tones: "Weil ich nicht wie andre bin, Die mit Zeiten und Geschicken Wechseln ihren leichten Sinn. Die da wandern nach der Sonne Ruhelos von Land zu Land, Haben nie das stille Leuchten In der eignen Brust gekannt. Mir erglüht's mit ewigem Strahle - Ob auch Nacht auf Erden zieht - , Sing' ich unter Flockenschauern Einsam ein erträumtes Lied. Dir auch leuchtet hell das Auge; Deine Wange zwar ist bleich; Doch es schaut Dein Blick nach innen In das ewige Sonnenreich. Laß uns hier gemeinsam wohnen, Und ein Lied von Zeit zu Zeit Singen wir von dürrem Aste Jenem Glanz der Ewigkeit. Laß uns hier gemeinsam wohnen, Und ein Lied von alter Zeit Singen wir von dürrem Aste Jenem Glanz der Ewigkeit."
2.
Wo ist noch das Rauschen der Wälder Von fremden Klängen ganz rein? Wo hört man das Raunen der Quelle, Ist Leben mehr Sein als Schein? In diesem Land, in diesem Land! Wir wissen uns unter Sternen, Wir liegen hier einsam im Feld. Was kümmert uns Gestern und Morgen - Wir haben weder Gut noch Geld In diesem Land, in diesem Land! In die Einsamkeit wir entrinnen, Entfliehen der Märkte Geschrei, Entfliehen der Geißel der Mauern - Denn hier nur, da sind wir frei. In diesem Land, in diesem Land! Die Scheite sind nun entzündet, Gefährten stehen im Kreis. Es wehet der Atem des Feuers Und Herzen brennen so heiß. Wir leben unter der Sonne Wir liegen hier einsam im Feld Wir ziehen mit lodernden Herzen Durch eine flammende Welt In diesem Land, in diesem Land! Noch gibt es dies Land nur im Geiste Doch stehen wir wachsam bereit Am Feuer erklingen die Lieder Für eine bessere Zeit. In diesem Land, in diesem Land! In diesem Land, in diesem Land!
3.
Wir haben den Boden mit Blut getränkt Unsre Pferde durch einsame Weiten gelenkt Glaubten uns verloren in stürmischer Nacht Und niemand hat unsrer Seelen gedacht Durch Sturm und Schlamm sind wir gefahren Durch dieses Land, verwüstet, verbrannt Und niemand weiß um unsere Qualen Verloren, verbannt, vergessen, verkannt In der Götter Sturm fanden wir unser Ende In Not und Kampf, in der Weltenwende Verzweiflung und Ohnmacht in blutigem Reigen Dann nur noch Stille und Kälte und Schweigen Und einsam liegen wir begraben In fernem Land, entwurzelt, verbrannt Und niemand weiß um unsere Taten Verloren, verbannt, vergessen, verkannt Wir liegen verlassen im Schatten der Eiche Selbst Treue uns niemals zum Ruhme gereichte Wie blieben zurück, man kennt die Namen nicht mehr Verschmäht, vergessen, ein verlorenes Heer Durch Steppe und Regen sind wir gefahren Durch dieses Land, verwüstet, verbrannt Und niemand weiß um unsere Qualen Verloren, verbannt, vergessen, verkannt Und einsam liegen wir begraben In fernem Land, entwurzelt, verbrannt Und niemand weiß um unsere Taten Verloren, verbannt, vergessen, verkannt
4.
Feuerkreis 03:41
Unter verschnittenen Weiden, wo Kinder spielen Und Blätter treiben, tönen Trompeten. Ein Kirchhofschauer. Fahnen von Scharlach stürzen durch des Ahorns Trauer Reiter entlang an Roggenfeldern, leeren Mühlen. Oder Hirten singen nachts und Hirsche treten in den Kreis ihrer Feuer In den Kreis ihrer Feuer, des Hains uralte Trauer, Tanzende heben sich von einer schwarzen Mauer; Fahnen von Scharlach, Lachen, Wahnsinn, Trompeten.
5.
Totenburg 04:44
Wenn in der Frühe Nebel steigt Kein Sonnenglanz netzt Laub und Zweig Der Wind noch in den Wäldern ruht Verglommen längst die letzte Glut Erwacht in uns was uns erschuf Der Wölfe Ruf... Wir streben an mit festem Schritt Wir führen Dich im Geiste mit Vorbei an Disteln und an Eichen Diesmal können wir nicht weichen Auf dem Weg durchs Gräberfeld In ferner Welt... Der Sonne Macht das Tal erhellt Aus Wolken Bergeskamm sich schält Welt und Himmel sind vereint So uns die Totenburg erscheint Erwacht in uns im Ehrenraum Ein banger Traum... In Einsamkeit in fernem Land hab ich den Tod gesehen In Einsamkeit in treuem Bund sah ich sie untergehn In Einsamkeit in fernem Land hab ich den Tod gesehen In stiller Nacht in festem Bund sah ich sie wieder auferstehn Wenn in der Frühe Nebel steigt Sind wir, mein Freund, schon längst bereit. Der Wind noch in den Wäldern ruht Doch in den Augen lodert Glut Erwacht in uns was uns erschuf Der Wölfe Ruf...
6.
Von Westen braust der Sturm, der Regen fällt, Das ist des Nordens wilde, trübe Welt, Die grüne Wiese ward zum grauen See - Die weiß noch nichts von Menschenluft und -weh. Auf glattem Damme schreit' ich stets einher, Dort auf die Heimat sinkt der Nebel schwer, Und schaue auf die Flut, die wogt und wallt, Und Haus und Baum verlieren die Gestalt. Sturmbrausend, nebelwogend auch mein Sinn - Jetzt da ich weiß, daß ich der Alte bin. Das ist Leben, das ist ganzes Sein, Bin nicht gebrochen, bin vom Zweifel rein. Und trotzig harr' ich auf dem mächt'gen Damm - Ich fühl's, ich bin vom Nibelungenstamm, Bis mir das Bild der Heimat ganz entschwand, Und rings um mich ist Nibelungenland.
7.
Roggenfelder 03:50
Wenn ich steh in diesem Feld, Erfaßt das Gold der Ähren meine ganze Welt. Schreit ich einher durch Roggenpracht, Erkenne ich die Zeichen und des Schicksals Macht. Wenn ich steh auf rauhem Berg, Als Herrscher über Täler und der Götter Werk - An Blitzes statt fahr ich hinab, Bereite Lug und Trug ein schnelles Grab. Wenn ich steh in eisger Nacht Und seh der Sterne Zeichen und des Himmels Macht - Der Sturm noch in den Blättern ruht - Dann höre ich das Raunen, spür die Stimme tief im Blut. Wenn ich steh in fernem Land Und seh der Felder Wogen und der Wolken Band, Dann sehn ich mich ins Heimatland, Verachte den, der Heimweh nie gekannt, Verachte den, der Heimweh nie gekannt, Verachte, wer die Heimat nie gekannt!
8.
Ostenfeld 03:53
Tiefes Schweigen Kälte, Schnee und Dunkelheit Fernes Leuchten Zerreißt der Seelen Einsamkeit Ostenfeld - sturmgeweihtes Land Ostenfeld - sturmgeweihtes Land Jäher Blitz Donner grollend naht heran Strahlendgrau Erscheint die Welt in diesem Bann Ostenfeld - sturmgeweihtes Land Ostenfeld - sturmgeweihtes Land Jäher Zorn Erfaßt das Herz voll Heldenmut Gestählt durch Schmerz Durch Hitze, Schweiß und Feuerglut Ostenfeld - sturmgeweihtes Land Ostenfeld - sturmgeweihtes Land Ostenfeld - sturmgeweihtes Land Ostenfeld - sturmgeweihtes Land Durch Weiten in eisiger Hand Starre Wipfel, der Nacht zugewandt Durch Fernen, ein Sehnen uns trägt In stürmischen Zeiten durch schneekarges Land Tiefes Schweigen Kälte, Schnee und Dunkelheit Stilles Klagen Zerreißt der Seelen Einsamkeit Ostenfeld - sturmgeweihtes Land Ostenfeld - sturmgeweihtes Land Ostenfeld - sturmgeweihtes Land Ostenfeld - sturmgeweihtes Land
9.
In der Stille dieser Nacht Haben wir dem Schwur gedacht. Flammen lodern, Funken sprühn, In heilgem Banne Herzen glühn. Noch vom Leben unversehrt, Umringt von manchem Weggefährt, Erahnen wir den Schmerzenspfad - Doch Wipfel flüstern stillen Rat. In den Stürmen dieser Welt Ist jeder nun auf sich gestellt. Ein jeder weiß um seine Kraft - Das Feuer, das das Leben schafft. In der Stille dieser Nacht Haben wir das Werk vollbracht. In Sonnenglanz und Schattenfall Umhegen wir das Weltenall, Umhegen wir das Weltenall, Umhegen wir das Weltenall.
10.
Winterrune 04:00
Nach fernem Ort, in fernes Land - Ihr Weg sie in die Fremde führt. Und es erklingt ein letztes Lied - In Weiten - endlos, unberührt. Geweiht in stürmischen Zeiten Geweiht in stürmischer Nacht Die Banner sind in Glut getaucht, Die See, sie schimmert wie ein Stern. Und Schwert und Schild - runengeschmückt, Empfangen aus der Welten Kern. Geweiht in stürmischen Zeiten Geweiht in stürmischer Nacht Der Sommer kam, der Winter ging, Doch Hagelkorn zerstört die Saat. Betrogen und irregeführt Fühlten sie, das Ende naht. Geweiht in stürmischen Zeiten Geweiht in stürmischer Nacht Geweiht in stürmischen Zeiten Geweiht in stürmischer Nacht Und Hasses Sturm kam über sie - Über Freund und Weggefährt. Von Ost nach West - ein Flammenmeer Verzehrte Mann und Schild und Schwert. Geweiht in stürmischen Zeiten Geweiht in stürmischer Nacht Geweiht in stürmischen Zeiten Geweiht in stürmischer Nacht

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released December 14, 2006

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